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Geschichte der Filmakademie

Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Stationen seit Gründung der Filmakademie Baden-Württemberg

1991

GRÜNDUNG der Filmakademie Baden-Württemberg durch Prof. Albrecht Ade als 100%ige Tochtergesellschaft des Landes Baden-Württemberg. Am 14. Oktober beginnt der Studienbetrieb in provisorischen Räumlichkeiten in der Rheinlandstraße in Ludwigsburg. Aus 220 Bewerbungen werden 82 Studierende ausgewählt.

1992

Im ersten Jahre der AUFBAUPHASE im Provisorium in der Rheinlandstraße werden wichtige Erfahrungen für die Lehre, die Akquirierung von herausragenden Dozenten-Persönlichkeiten aus der Praxis und für die Arbeit in Produktionsteams gesammelt.

1993

Die Anmeldungen zur Aufnahmeprüfung 1993 steigen auf 660 Bewerber. Davon werden von der Aufnahmekommission 68 Bewerber zum Studienjahr 1993/94 zugelassen.

Am 10. September bezieht die Filmakademie das sanierte MATHILDENAREAL mit den Gebäuden Mathildenstraße, Alleenstraße und Kino Caligari, das tagsüber dem Studienbetrieb zur Verfügung steht und abends sowie am Wochenende von Kinokult e.V. als öffentliches Kino betrieben wird.

START DES PROJEKTSTUDIUMS mit den Abteilungen Drehbuch und Dramaturgie, Szenischer Film, Dokumentarfilm, Wissenschafts- und Wirtschaftsfilm, Werbefilm, Animationsfilm und Visual Effects, Filmmusik und Produktion, mit den Lehrenden Peter Märthesheimer, Christoph Fromm, Nico Hofmann, Lutz Konermann, Dr. Ebbo Demant, Thomas Schadt, Helga Reidemeister, Clemens Keiffenheim, Volker Schlegel, Thomas Haegele, Cong Su und Bastian Clevé.

Das Café und Bistro BLAUER ENGEL wird eröffnet. Es dient als Mensa für die Studierenden der Filmakademie, ist jedoch auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

1994

Im April erfolgt die GRÜNDUNG DES FÖRDERVEREINS der Filmakademie unter dem Vorsitz des Ludwigsburger Medienunternehmers Fred Oed. 

Im Juli veranstaltet die Filmakademie das erste Filmfest Ludwigsburg mit europäischen Kurzfilmen im Kino Caligari, dem Studio und als Open Air unter dem neu gebauten Zeltdach. Dank der Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung kann die EUROPÄISCHE KURZFILMBIENALE bis 2005 auf dem Areal der Filmakademie stattfinden.

In Kooperation mit dem Haus der Wirtschaft in Stuttgart und angeregt durch die Präsidentin des Landesgewerbeamts, Gisela Meister-Scheufelen, Professor Albrecht Ade und Professor Thomas Haegele, wird die FMX - INTERNATIONAL CONFERENCE ON ANIMATION, EFFECTS, GAMES AND TRANSMEDIA, im Rahmen des 7. Internationalen Trickfilmfestivals veranstaltet. Die FMX ist heute einer der bedeutendsten internationalen Kongresse für die Präsentation digitaler Medien.

1996

Im Mai werden die HIGHLIGHTS der Filmakademie zum ersten Mal in einer zweitätigen Veranstaltung für die Fachöffentlichkeit und Gäste aus den Sendern und der Film- und Medienproduktion präsentiert. Die "Highlights" haben sich inzwischen zu einer erstrangigen Informationsschau über die Produktionen der Filmakademie-Studierenden entwickelt.

1997

Die Filmakademie Baden-Württemberg GmbH wird ab 1997 aus dem Landeshaushalt finanziert. Politisch und administrativ erfolgt der Wechsel vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zum Staatsministerium.

Klaus Haasis, Geschäftsführer der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Bereich Medienentwicklung, übernimmt den Vorsitz des Fördervereins der Filmakademie.

1999

Der französische Staatspräsident Jacques Chirac und Bundeskanzler Gerhard Schröder vereinbaren die Gründung einer deutsch-französischen Filmakademie. Die Gespräche auf Bundesebene führen zur Einrichtung des Atelier Ludwigsburg-Paris an der Filmakademie Baden-Württemberg und an der französischen Filmhochschule La fémis in Paris im Jahr 2000.

2000

Das  ATELIER LUDWIGSBURG-PARIS nimmt den Betrieb auf. Finanziert von der Robert Bosch Stiftung und in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg finden drei Symposien mit hochkarätigen Referenten statt, darunter Regisseur Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose"), Prof. Dr. Peter Sloterdijk und Prof. Regis Débray. 

Die Filmakademie erweitert ihr Lehrangebot um das Projektstudium SZENENBILD, das seine Heimat im neuen Gebäude METROPOLIS findet. 

Das METROPOLIS wird von Ministerpräsident Erwin Teufel feierlich eingeweiht. Es beherbergt u.a. das Atelier Ludwigsburg-Paris, die Bibliothek/Videothek, das Castingbüro und die Werkstatt Szenenbild der Filmakademie.

2001

Dr. Arthur Hofer übernimmt die Nachfolge von Prof. Albrecht Ade als Künstlerischer Direktor der Filmakademie.

Die Filmakademie erweitert ihr Lehrangebot um MONTAGE/SCHNITT und SERIEN PRODUCING. Sie ist damit die erste Filmhochschule in Deutschland, die einen eigenen Ausbildungsschwerpunkt im Bereich der Serienproduktion anbietet.

2002

Im Januar wird das INSTITUT FÜR ANIMATION, VISUAL EFFECTS UND DIGITALE POSTPRODUKTION als weitgehend selbstständiger Teil der Filmakademie Baden-Württemberg gegründet. Es ist zuständig für die Ausbildung aller Studierenden im Schwerpunkt Animation. Dazu gehören die Studienangebote Character Animation (künstlerisch-erzählender Animationsfilm), Visual Effects (Previsualisation, Supervision, Compositing, digitale Sets, Props, Virtuelle Schauspieler), Echtzeit (interaktive Animation), Content Creation (Stoffentwicklung, Character Design, Serienideen, Verwertungsmöglichkeiten) und Research & Development (Ausbildung zum Technical Director).

Zum ersten Mal findet der HOLLYWOOD-WORKSHOP LOS ANGELES statt. In Kooperation mit der kalifornischen Filmhochschule UCLA bietet er einer Gruppe ausgewählter Studierender der Filmakademie in Seminaren, Set- oder Studiobesuchen die Chance, sich vor Ort mit der amerikanischen Filmindustrie vertraut zu machen. Der jährlich stattfindende Workshop wird von der Landesstiftung Baden-Württemberg im Rahmen ihres Baden-Württemberg-Stipendiums finanziert.

2003

Die neuen Ausbildungsangebote Serien Producing und Montage/Schnitt sowie einige weitere Abteilungen bekommen mit der Einweihung des Gebäudes LUBITSCH eine neue Heimat. Kern und Prunkstück des Baus ist ein zweites Studio mit ca. 400 qm, das speziell auf die Serienproduktion zugeschnitten wurde, aber auch multifunktional für Veranstaltungen oder Filmpräsentationen nutzbar ist.

2004

In Zusammenarbeit mit der Adolf Grimme Akademie in Marl wird das zweitägige Seminar WAS WIR SEHEN, WAS WIR WOLLEN durchgeführt. Unter diesem Motto diskutieren und informieren Entscheider aus der Medienbranche über die Erwartungen, die TV-Sender und Produktionsfirmen an Absolvent/innen von Filmhochschulen und ihre Stoffe oder Projekte haben. Das Seminar findet bis zum Jahr 2009 jeweils zu Studienbeginn Anfang Oktober statt.

Die Stadt Ludwigsburg stellt verschiedenen Institutionen ihre historischen Torhäuser zur Nutzung zur Verfügung. Die Filmakademie wird dabei mit dem Aldinger Torhaus bedacht. Auf Initiative des Künstlerischen Direktors, Prof. Dr. Arthur Hofer, und mit Unterstützung der Kreissparkasse Ludwigsburg und der Agentur Werbewelt wird dort im Oktober 2004 das KINDERFILMHAUS LUDWIGSBURG eröffnet. Es wird von Studierenden der Filmakademie eigenverantwortlich betrieben. Jeweils an Samstagen und Sonntagen führen sie junge und erwachsene Besucher anhand eigener Filme, Zeichnungen, Puppen und Modelle durch das Kinderfilmhaus und zeigen ihnen, wie Filme verschiedener Genres funktionieren und wie man sie produziert. Dabei können die Kinder auch selbst aktiv werden und Dinge ausprobieren.

2005

Prof. Thomas Schadt übernimmt die Leitung der Filmakademie, zunächst als Künstlerischer Direktor, ab 2007 als alleiniger Geschäftsführer.

2006

Die Landesregierung und die Landesstiftung Baden-Württemberg stellen der Filmakademie über einen Zeitraum von drei Jahren finanzielle Mittel für die Ausstattung mit HIGH-DEFINITION VIDEO zur Verfügung, das als zusätzlicher und umfassender Ausbildungs-, Produktions- und Postproduktions-Standard an der Filmakademie etabliert wird.

Die Pläne für eine Akademie für Darstellende Kunst im Rahmen einer Kooperation zwischen der Filmakademie, der Kunsthochschule Stuttgart und der Musikhochschule Stuttgart nehmen konkrete Gestalt an. Die Akademie, die auf dem Areal des Mathildenparkplatzes errichtet wird, soll u.a. auch Synergien in der Lehre mit der Filmakademie schaffen.

Die Filmakademie feiert ihr 15-JÄHRIGES BESTEHEN mit einem großen Jubiläumsfest.

2007

Ab dem Studienjahr 2007/2008 wird der Studienschwerpunkt Wirtschafts- und Wissenschaftsfilm durch den neuen Studienschwerpunkt BILDUNGS- UND WISSENSCHAFTSFILM abgelöst. Ebenfalls 2007/2008 geht der Studienschwerpunkt INTERAKTIVE MEDIEN an den Start. Im Gegensatz zu anderen Ausbildungsangeboten auf diesem Gebiet liegt der Akzent hier nicht allein auf technischen Innovationen, sondern in erster Linie auf der Entwicklung von Inhalten für interaktive Medienformate wie z.B. Handy-Filme.

Dank umfangreicher Fördermittel aus der Zukunftsoffensive der Landesstiftung Baden-Württemberg konnte die Filmakademie umfassend in HD-Technologie investieren. Damit die Studierenden den gesamten Workflow digitaler Techniken kennen lernen und nutzen können, wurden nicht nur neue Geräte angeschafft, sondern – parallel zum bestehenden Unterricht – auch die Ausbildung auf die neue Technik zugeschnitten.

2008

Eröffnung der neu gegründeten AKADEMIE FÜR DARSTELLENDE KUNST BADEN-WÜRTTEMBERG ( www.adk-bw.de) in unmittelbarer Nachbarschaft der Filmakademie. 

2010

Einweihung der neuen 3D-Technologie im Kino Caligari sowie Eröffnung des MURNAU-Gebäudes, das den Studiengang Filmmusik + Sounddesign beheimatet. Innerhalb dieses Studiengangs nimmt im Studienjahr 2010/11 der neue Studienschwerpunkt FILMTON/SOUNDDESIGN seinen Betrieb auf.

2011

PROF. JOCHEN KUHN, Leiter der Abteilung Filmgestaltung, wird für seine herausragenden Leistungen als Dozent mit dem LEHRPREIS DES LANDES BADEN-WÜRTTEMBERG ausgezeichnet. 

Die Filmakademie Baden-Württemberg feiert ihr 20-JÄHRIGES BESTEHEN. Gleichzeitig begehen die Abteilungen Szenenbild und Filmschauspiel ihren zehnten Geburtstag.