Studierende und Alumni holen Preise für kreative Nachwuchsprojekte
Vorhang auf für Studierende und Alumni der Filmakademie Baden-Württemberg: Beim 47. Filmfestival Max Ophüls Preis in Saarbrücken überzeugten mehrere Projekte mit FABW-Beteiligung Jury und Publikum. Die feierliche Preisverleihung im E Werk Saarbrücken bildete den krönenden Abschluss einer intensiven Festivalwoche voller Filmkunst, Austausch und Begegnungen. Insgesamt wurden 18 Preise mit einer Gesamtdotierung von 123.500 Euro vergeben.
MAX OPHÜLS PREIS: TREATMENT DEVELOPMENT
Maja Bresink (Studentin Regie/Szenischer Film) – ICH WILL ETWAS, DAS NUR MIR GEHÖRT
Maja Bresink wurde mit dem mit 10.000 Euro dotierten Entwicklungspreis ausgezeichnet. Das Preisgeld fließt in die Weiterentwicklung des Treatments für ihren gleichnamigen Diplomfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Qualifizieren konnte sie sich, weil ihr Zweitjahresfilm DONNERSTAG vor zwei Jahren im Wettbewerb des Max Ophüls Preises vertreten war.
Die Jury lobte besonders die emotionale Tiefe und den mutigen Blick auf die inneren Konflikte der Hauptfigur:
„Diese Idee hat uns mit ihrer großen emotionalen Dringlichkeit gewonnen. Ein Stoff, der keine Angst vor Konflikt hat. Er leuchtet die dunkelsten Gefühle und Abgründe der Hauptfigur aus – und versucht trotzdem, Trost zu spenden. Ein dramaturgisch herausfordernder Stoff, der einen Balanceakt erfordert. Wir trauen der Verfasserin zu, dass er gelingt und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“
Aus insgesamt 26 eingereichten Stoffen wurden fünf Projekte nominiert. Maja Bresinks ICH WILL ETWAS, DAS NUR MIR GEHÖRT ging dabei als Sieger-Projekt hervor. Neben dem Preisgeld erhält sie zudem einen Entwicklungsvertrag mit dem ZDF.
Zwei Auszeichnungen für WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN
FABW-Alumni Milena Aboyan und Constantin Hatz
Der Langspielfilm WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN wurde gleich doppelt ausgezeichnet und zählt damit zu den herausragenden Beiträgen der diesjährigen Festivalausgabe.
MAX OPHÜLS PREIS: PREIS DER ÖKUMENISCHEN JURY
Die Ökumenische Jury würdigte den Film mit 2.500 Euro für seine humanistische Haltung und die sensible Annäherung an Fragen von Verletzlichkeit, Weitergabe von Erfahrungen und Empathie:
„Was tragen wir in uns? Was geben wir weiter? Unsere Geschichte, unsere Verletzungen, unsere Menschlichkeit? Der Film zeigt in einem behutsamen Erzählfluss, dass alles zusammenhängt. Dass Empathie und Nähe möglich und zugleich schwierig sein können. Er lädt mit klaren Bildern dazu ein, genauer hinzusehen: auf Gewalterfahrung, Ausgrenzung, innere und äußere Kämpfe. Am Ende steht die leise Hoffnung, dass Heilung möglich wird, wo jemand den Mut hat, aus dem Schicksalhaften auszubrechen.“
MAX OPHÜLS PREIS: PUBLIKUMSPREIS SPIELFILM
Zusätzlich erhielt der Film den Publikumspreis Spielfilm (5.000 Euro). Die doppelte Auszeichnung durch Jury und Publikum unterstreicht die emotionale Wirkung und gesellschaftliche Relevanz des Films.
Der Max Ophüls Preis: Sprungbrett für den Filmnachwuchs
Seit der Gründung im Jahr 1980 hat sich das Filmfestival Max Ophüls Preis als eines der bedeutendsten Ereignisse für junge Filmschaffende im deutschsprachigen Raum etabliert. Mit jährlich rund 150 Beiträgen bietet die Veranstaltung eine etablierte Plattform, um Nachwuchsprojekte einem breiten Publikum und der Branche zu präsentieren. Für junge Filmschaffende ist eine Auszeichnung beim Max Ophüls Preis ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer erfolgreichen Karriere.
Auch 2026 überzeugte das Festival mit 57 Filmen in den vier Wettbewerbskategorien, darunter 38 Uraufführungen. Das gesamte Festivalprogramm umfasste 146 Beiträge und förderte den Austausch zu gesellschaftlich relevanten Themen sowie neuen filmischen Ansätzen.
Das Streaming-Angebot des Festivals ist noch bis zum Sonntag, den 1. Februar 2026 auf der offiziellen Website verfügbar.