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| 27. FILMKUNSTFEST Mecklenburg-Vorpommern:

Filmakademie-Festspiele in Schwerin

DIE TOCHTER, BACK FOR GOOD und DIE BESTE ALLER WELTEN: Drei Filme von Studierenden der Filmakademie Baden-Württemberg haben beim FILMKUNSTFEST MV in Schwerin (02. - 07. Mai 2017) fast alle Preise abgeräumt.

So wurde Regisseurin Mascha Schilinksi für ihren Drittjahresspielfilm DIE TOCHTER mit dem Hauptpreis des Festivals, dem mit 10.000 Euro dotierten „Fliegenden Ochsen“ geehrt. Die Jury in Schwerin kürte den Film einstimmig zum Sieger und erklärte, das Werk erzähle in spektakulären Bildern und auf stark berührende Weise die Geschichte eines Kindes nach der Trennung seiner Eltern.

Außerdem erhielt DIE TOCHTER den Preis für die beste Musik- und Tongestaltung. Ausgezeichnet wurden neben Bernhard Köpke (Ton) und der Band Annagemina (Musik) unsere Filmton-Absolventen Claudio Demel und Volker Armbruster für das Sounddesign des Films, mit dem beide ihr Diplom an der Filmakademie abgelegt haben.

Gleich drei Auszeichnungen gab es für Mia Spenglers Diplomfilm BACK FOR GOOD: Er bekam den mit 4.000 Euro ausgestatteten Förderpreis der DEFA-Stiftung sowie den Preis der Filmkritikervereinigung Fipresci. Zudem wurde Hauptdarstellerin Kim Riedle mit dem Nachwuchsdarstellerpreis ausgezeichnet.

Der junge österreichische Filmemacher und Regiestudent an der Filmakademie Baden-Württemberg Adrian Goiginger erhielt den mit 5.000 Euro dotierten NDR-Regiepreis für seinen Film DIE BESTE ALLER WELTEN, den er in seinem Urlaubsjahr als externe Produktion realisiert hatte. Der Film über den siebenjährigen Sohn einer heroinabhängigen Mutter wurde zudem den Publikumspreis prämiert.

Freuen kann sich außerdem Nora Fingscheidt, die für ihren bereits mehrfach ausgezeichneten Diplom-Dokumentarfilm OHNE DIESE WELT eine „Lobende Erwähnung“ im Dokumentarfilmwettbewerb erhielt.

Insgesamt waren beim größten Publikumsfestival in Ostdeutschland 150 Filme aus 17 Ländern in vier Wettbewerben und acht Themenreihen gezeigt worden - darunter 20 Ur- und deutsche Erstaufführungen. Um den Hauptpreis, den "Fliegenden Ochsen", konkurrierten zehn Spielfilme aus Deutschland und Österreich. Bei dem 5-tägigen Festival wurden Preise in einer Gesamthöhe von 46.500 Euro verliehen. Gastland war in diesem Jahr Dänemark, das mit einer eigenen Reihe gewürdigt wurde. Das Filmkunstfest ist ein Podium für den engagierten deutschsprachigen Film.

Weitere Informationen zum FILMKUNSTFEST MV, zu den Gewinnern und zu der Preisverleihung finden Sie unter: http://www.filmland-mv.de

Foto: Sven Franzek

http://www.filmland-mv.de BACK FOR GOOD
Regie: Mia Spengler
Drehbuch: Stefanie Schmitz, Mia Spengler
Kamera: Falko Lachmund
Producer: Rebecca Schröder, Bianca Laschalt
Darsteller: Kim Riedle, Juliane Köhler, Leonie Wesselow, Nicki von Tempelhoff
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg, Zum Goldenen Lamm Filmproduktion SWR / MFG Filmförderung
Mia Spenglers Abschlussfilm BACK FOR GOOD erzählt die Geschichte von Angie, einem ehemaligen Trash-TV-Starlet (Kim Riedle), ihrer verhassten Mutter (Juliane Köhler) und ihrer pubertierenden Schwester (Leonie Wesselow). Angie bringt mit der Rückkehr in das Kaff ihrer Kindheit das Gefüge zwischen den Frauen ordentlich durcheinander, so dass alle drei ihre Rolle im Leben neu definieren müssen. BACK FOR GOOD ist eine Ode an die Menschlichkeit – leise gesummt, während ein Auto-Tune-Popsong aus dem Radio dröhnt.

DIE TOCHTER
Regie: Mascha Schilinski
Kamera: Fabian Gamper
Sounddesign: Claudio Demel
Ton: Claudio Demel, Bernhard Koepke
Schnitt: Svenja Baumgärtner
Szenenbild: Madeleine Schleich
Producer: Anne Schmidt, Ruben Steingrüber
Associate Producer: Frank Christian Marx
Darsteller: Artemis Chalkidou, Karsten Antonio Mielke, Helena Zengel
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg
Im Spielfilm DIE TOCHTER nähert sich die Regisseurin Mascha Schilinski auf ungewöhnliche Art und Weise dem Problem von Trennungskindern. Wie müssen sie ihre Stellung oder Position gegenüber den getrennten Eltern in Bezug auf Abstand und Nähe neu definieren? Die siebenjährige Luca (Helena Zengel) wird mit ihrem Wunsch, die Königin an Vaters Seite und gleichzeitig Bindeglied zwischen den Eltern zu bleiben, zur Meisterin der Manipulation.