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| DIPLOMFILM „HUNDESOLDATEN“ GEWINNT EINEN GRIMME-PREIS

WEITERE AUSZEICHNUNGEN GEHEN AN SIEBEN ALUMNI DER FILMAKADMIE BADEN-WÜRTTEMBERG

Am 31. März werden in Marl die 53. Grimme-Preise vergeben. Wie das Grimme-Institut in Marl heute bekannt gab, zählt zu den Gewinnern auch ein Diplomfilm der Filmakademie Baden-Württemberg: Im Wettbewerb „Information & Kultur“ hat sich die Jury für Lena Leonhardt (Regie) und ihren Dokumentarfilm HUNDESOLDATEN entschieden, eine Produktion der Filmakademie und OnScreen Media in Koproduktion mit dem SWR. Der Film entstand im Rahmen der Initiative „Junger Dokumentarfilm“ und wurde gefördert von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg.

Der Diplomfilm folgt dem Leben unterschiedlicher Hunde, die für den Kriegseinsatz gezüchtet und trainiert werden - von der Geburt bis zum Aufbruch in den Einsatz - und erforscht dabei die ambivalente Beziehung, die sich zwischen Tier und Soldat entwickelt.

Die Jury lobt in ihrer Begründung: „… bei Autorin Leonhardt ist der Hund letztlich nur Mittel zum Zweck: um in die Seele der Herrchen und ins Innere der Bundeswehr zu schauen. Die Leichtigkeit, mit der ihr dies gelingt, hat die Jury tief beeindruckt. Der Grimme-Preis in der Kategorie Information und Kultur wird begleitet von der Hoffnung, dass Leonhardts Diplomfilm noch viele weitere Produktionen mit ihrer eigensinnig-melancholischen Handschrift folgen werden.“

Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und Aufsichtsratsvorsitzende der Filmakademie: „Der Grimme-Preis für HUNDESOLDATEN ist eine Auszeichnung und Bestätigung für die Filmemacherin Lena Leonhardt, der ich auch im Namen der Landesregierung gratuliere. Dass mit HUNDESOLDATEN ein Dokumentarfilm aus Baden-Württemberg unter den Gewinnern ist, freut mich sehr, denn in einer Zeit, in der das Weltgeschehen permanent über Bildschirme flimmert, kommt dem Genre eine besondere Bedeutung zu: Der Dokumentarfilm basiert auf intensiver Recherche von Fakten. Im filmisch-künstlerischen Prozess widmet er sich seinem Thema länger und ausführlicher, als es die schnellen Formate im Internet heute häufig tun. In Zeiten von Fake News und der Abwendung von Fakten zeigen uns Dokumentarfilme die Realität.“

Grund zur Freude haben auch sieben Absolventinnen und Absolventen der Filmakademie:In der Kategorie „Fiktion“ werden Michael Proehl, Holger Karsten Schmidt (beide Buch), Florian Schwarz (Regie) und Philipp Sichler (Kamera) mit einem Grimme-Preis für DAS WEISSE KANINCHEN (SWR) ausgezeichnet.

Nicole Weegmann (Regie) erhält einen Grimme-Preis für EIN TEIL VON UNS (BR).

Und für DIE TÄTER – HEUTE IST NICHT ALLE TAGE (SWR, ARD Degeto, MDR), den ersten Teil der Trilogie NSU-KOMPLEX – MITTEN IN DEUTSCHLAND werden Christian Schwochow (Regie) und Frank Lamm (Kamera) geehrt.

„Dass ein Abschlussfilm einer Filmhochschule den bedeutendsten deutschen Fernsehpreis gewinnt, ist nicht alltäglich. Auch die vielen Auszeichnungen unserer Ehemaligen belegen einmal mehr das erfolgreiche Lehrkonzept der Filmakademie und ihre hervorragende Vernetzung mit der Branche,“ freut sich der Direktor der Ludwigsburger Filmakademie, Prof. Thomas Schadt.

Der Grimme-Preis wird seit 1964 alljährlich in Marl verliehen. Er zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland. Mit einem Grimme-Preis werden Fernsehsendungen und -leistungen ausgezeichnet, die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind. Leitziel der im Grimme-Preis institutionalisierten Fernsehkritik ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Fernsehen, das als zentrales und bedeutsames Medium mit vielfachen gesellschaftlichen Bezügen und Wirkungen verstanden wird. In diese kritische Auseinandersetzung sind alle Themen und Formen des Fernsehens einbezogen.

Die Verleihung des Grimme-Preises findet am 31. März 2017 im Theater Marl statt und wird von 3sat ab 19:00 Uhr im Livestream übertragen sowie zeitversetzt ab 22:35 Uhr auf 3sat ausgestrahlt.

Stabliste HUNDESOLDATEN

Regie: Lena Leonhardt
Kamera: Sebastian Bäumler, Timm Kröger
Filmmusik: John Gürtler, Jan Miserre, Lars Voges
Sounddesign: Alexander Rubin
Ton: Alexander Rubin, Christoph Schilling, Simon Peter, Udo Steinhauser
Schnitt: Timm Kröger
Producer: Ruben Steingrüber
Filmförderung: MFG Baden Württemberg, Dorothee Martin
Koproduktion: Südwestrundfunk SWR, Gudrun Hanke-El Ghomri
Produktion: OnScreen Media, Peter Kuczinski
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH
Sprecherin: Jeanette Hain
Protagonisten: Andreas Jesse, Alexander Lang, Alexander Kröger, Tobias Peters, Michael Petz, Christopher Lingner, Wolfgang Zienow