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Ob wir eine Nachricht sehen oder nicht, entscheidet selten der Zufall, sondern meist ein Algorithmus, ein Geschäftsmodell, manchmal auch gezielte Einflussnahme. Wie frei ist unsere Meinungsbildung im Netz unter diesen Bedingungen eigentlich noch, und wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Beeinflussung – etwa durch Werbung oder Kampagnen – und Manipulation, die diese Grenze überschreitet? Und welche Rolle spielen dabei die Plattformen selbst? Am Ende geht es um mehr als Plattformen und Algorithmen: um die Frage, was eine freie öffentliche Meinungsbildung im digitalen Zeitalter überhaupt noch möglich macht.
Angelos Iakovou ist Volljurist und arbeitet als Referent für Medienregulierung bei der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg. Dort befasst er sich unter anderem mit journalistischen Sorgfaltspflichten sowie Fragen der Desinformation im digitalen Raum. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen im Medien-, Digital- und Technologierecht. Vor der LFK war er bei der Europäischen Kommission in Brüssel im Bereich des Digital Markets Act sowie in internationalen Wirtschaftskanzleien tätig.
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