"Schicksalsmomente der Republik – Wie ein Gericht das Land verändert hat" | Caligari | 17.00-18.15
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Seit 75 Jahren schreibt das Bundesverfassungsgericht Geschichte – deutsche Geschichte. Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Abtreibung, Kopftuchverbot. Karlsruhe hat das letzte Wort: Wenn es ums Grundgesetz geht, um die Grundrechte – um die „Verfasstheit“ des Landes. Wie wir wurden, wer wir sind, ist eine Frage, die auch am Bundesverfassungsgericht beantwortet wird. Als Hüter des Grundgesetzes vermisst das Gericht die Regeln des Zusammenlebens immer wieder neu. Die ARD-Fernsehdokumentation "Schicksalsmomente der Republik – Wie ein Gericht das Land verändert hat" blickt auf wegweisende Entscheidungen des Gerichts, die das Land bis heute prägen. Der Fernsehjournalist und Rechtsexperte Frank Bräutigam stellt die Dokumentation vor und geht im Anschluss ins Gespräch mit der ehemaligen Bundesjustizministerin Prof. Herta Däubler-Gmelin. |
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Dr. Frank Bräutigam
NSU-Morde, Corona-Verordnung, EZB-Urteil – wenn es darum geht, die großen juristischen Prozesse einzuordnen, dann ist Frank Bräutigam das Gesicht der ARD. Bräutigam ist Volljurist und Journalist und leitet seit 2010 die ARD-Rechtsredaktion des SWR am Sitz des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.
Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
Prof. Dr. jur. Herta Däubler-Gmelin war von 1998 bis 2002 war sie Bundesministerin der Justiz, von 1972 bis 2009 Mitglied des Deutschen Bundestags und der Parl. Versammlung des Europarats. Von 1988 bis 1997 war sie die erste weibliche stv. Bundesvorsitzende der SPD.
Besonders wichtig in ihrer politischen Tätigkeit war u.a. ihr Engagement für Menschenrechte, die deutsche Einigung, für der Übergangsprozess von der Apartheid zur Regenbogengesellschaft in Südafrika und anderen Transformations-Prozessen, sowie Verfassungs- und Rechtsfragen des deutschen und des europäischen Rechts (u.a. EU- Grundrechte-Charta). Ein wichtiges Thema war und ist die Förderung von Kunst und Kultur und die Reform des Urheberrechts im Interesse der Kunstschaffenden.
