SZENENBILD
Wie entsteht ein Szenenbild? Bei dieser Mitmachaktion können Besucherinnen und Besucher selbst kreativ werden und einen eigenen Szenenbildentwurf entwickeln. Ausgangspunkt ist die traditionelle händische Skizze: Mit Stift und Papier werden erste Ideen, Räume, Stimmungen und Bildwelten entworfen.
Anschließend werden die eigenen Entwürfe mithilfe ausgewählter KI-Tools weiterentwickelt und digital ergänzt. Dabei wird unmittelbar erlebbar, wie sich klassische zeichnerische Techniken und neue digitale Werkzeuge miteinander verbinden lassen.
Die Mitmachaktion zeigt, dass KI die kreative Idee nicht ersetzt, sondern neue Möglichkeiten eröffnet, einen eigenen Entwurf weiterzudenken, Varianten auszuprobieren und unterschiedliche visuelle Welten zu entwickeln.
Einsteigen, Platz nehmen und Filmkulisse erleben: In einer eigens für einen Film gebauten Kutsche können Besucherinnen und Besucher selbst Teil der Szenenbildwelt werden.
Die Kutsche dient als begehbarer Filmspot und lädt dazu ein, ihre Gestaltung und Ausstattung aus nächster Nähe zu entdecken. Wer Platz nimmt, kann eine Fahrt simulieren und für einen Moment in die Welt eines Films eintauchen.
Die Studierenden erarbeiten anhand eines vorgegebenen Drehbuchausschnitts ein Konzept, das über die Charakterisierung der handelnden Personen und der Festlegung ihres spezifischen Umfeldes zum Entwurf eines Filmsets führt. Es folgt die Visualisierung anhand von Skizzen, Modellen, Materialkollagen, Patinaproben und Storyboards. Die anschließende Ausarbeitung beinhaltet technische Zeichnungen, Auswahl der Requisiten und Kostüme, Koordination der Arbeitsabläufe sowie die Kalkulation.
In diesem Kurs erlernen Studierende der Filmakademie modernste Methoden zur Erzeugung visueller Effekte in Realfilmen, indem sie einen Kurzfilm mit einem hohen VFX-Anteil entwickeln und realisieren. Dabei kommen traditionelle Greenscreens als auch hochauflösende LED-Bildschirmwände zum Einsatz, die eine neue Aufnahmetechnik ermöglichen, in dem Set-Aufnahmen in Echtzeit mit computergenerierten Bildern (CGI) zusammengeführt werden können. Im kommenden Studienjahr wird das Programm um einen Workshop zum Einsatz von KI in der Setergänzung erweitert.
Requisiten als erzählerische Elemente: Die Ausstellung zeigt ausgewählte Hero Props und Ausstattungsrequisiten aus Filmproduktionen und macht sichtbar, welche Rolle einzelne Objekte für die Geschichte und die visuelle Gestaltung eines Films spielen.
Dabei wird ein spannender Blick hinter die Kulissen möglich: Was im Film kostbar, hochwertig oder historisch wertvoll erscheint, kann in der Realität aus ganz einfachen oder überraschend günstigen Materialien gefertigt sein. Durch Gestaltung, Oberflächen, Licht und die richtige Inszenierung werden aus alltäglichen Gegenständen glaubwürdige und manchmal täuschend echte Filmobjekte.
Die Ausstellung zeigt, wie viel Kreativität, Handwerk und Detailarbeit hinter den Dingen steckt, die im Film oft nur für wenige Sekunden zu sehen sind.
Spuren erzählen Geschichten: Die Patina-Wand zeigt unterschiedliche Techniken der Oberflächen- und Materialgestaltung, mit denen im Szenenbild Alter, Gebrauch, Witterung und Geschichte sichtbar gemacht werden.
Von Rost, Staub und Abnutzung bis hin zu verwittertem Holz, gealtertem Metall oder abblätternder Farbe wird gezeigt, wie künstliche Spuren eine glaubwürdige Vergangenheit entstehen lassen. Besucherinnen und Besucher können die verschiedenen Oberflächen aus nächster Nähe entdecken und nachvollziehen, wie aus neuen Materialien scheinbar alte und charaktervolle Objekte werden.
Die Patina-Wand macht eine zentrale Kunst des Szenenbilds sichtbar: Eine glaubwürdige Filmwelt entsteht oft erst durch die Spuren, die ihre Geschichte erzählen.
Das Showreel des Studiengangs gibt einen eindrucksvollen Einblick in die Vielfalt und Bandbreite des Szenenbilds. Ausgewählte Arbeiten und Projekte der vergangenen Jahre zeigen die unterschiedlichen gestalterischen Ansätze, Genres und visuellen Welten, die im Diplomaufbaustudiengang Szenenbild entstanden sind.
