Preisträger 2026 ist Dennis Banemann. Für seine herausragende visuelle Gestaltung in zahlreichen Filmakademie-Produktionen erhielt er die von Branko Šmon gestaltete Trophäe aus den Händen von Dr. Wolfgang Brunk sowie Martin Pfuderer, Vorsitzender des Fördervereins des Lions Club.
Roland Mönch, Studiengangkoordinator in der Abteilung Bildgestaltung/Kamera, begleitete Banemann über mehrere Jahre hinweg und sagt über ihn: „Dennis Banemann verbindet eine außergewöhnliche visuelle Präzision mit großer erzählerischer Sensibilität. Seine Arbeiten zeigen ein feines Gespür für Atmosphäre und Dramaturgie.“
Dennis Banemann wurde 1990 in der Pfalz geboren. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Notfallsanitäter und entdeckte während seiner Arbeit im Rettungsdienst seine Leidenschaft für das Erzählen in Bildern. Nach einem Publizistikstudium in Mainz und ersten Filmprojekten führte ihn sein Weg 2019 an die Filmakademie Baden-Württemberg.
Seitdem war er an zahlreichen szenischen Kurzfilmen und dokumentarischen Produktionen beteiligt, die auf Festivals wie der Berlinale und dem Max Ophüls Preis gezeigt wurden. Mehrere Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit SWR und ARTE. 2025 wurde sein gemeinsam mit Regisseur Simon Maria Kubiena realisierter Film AT HOME I FEEL LIKE LEAVING mit dem Deutschen Kurzfilmpreis ausgezeichnet.
In seinem Diplomfilm BOMBE porträtiert Banemann den Künstler Volker Bombe und nähert sich dabei Themen wie Einsamkeit, Freundschaft und Erinnerung.
Banemann beschreibt seinen bildgestalterischen Ansatz so: „Fragen nach objektiver Wirklichkeit treten für mich in den Hintergrund. Entscheidend ist die Wirkungsabsicht: den Protagonisten fühlbar zu machen und ihn zur Projektionsfläche für das Publikum werden zu lassen. Mit Licht, Bewegung und Nähe entsteht ein Erfahrungsraum, in dem das Publikum die innere Welt der Figur nicht nur sieht, sondern miterlebt.“
Im Anschluss an sein Studium plant er die Realisierung eines 90-minütigen Debütfilms.