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Ein internationales Netzwerk

Eine Besonderheit des Ludwigsburger Campus besteht in der intensiven Bindung der Studierenden untereinander. Man verbringt hier naturgemäß mehr Zeit miteinander als an großstädtischen Filmhochschulen. Netzwerke, die in diesem konzentrierten Umfeld wachsen, bilden in sehr vielen Fällen eine belastbare Basis für ein erfolgreiches Berufsleben. Weil Karrieren heute aber immer seltener in nationalen oder gar regionalen Bahnen verlaufen, muss eine Filmhochschule, die sich zu den besten der Welt zählt, auch ihren Studierenden Möglichkeiten zum Aufbau internationaler Netzwerke eröffnen. An der Filmakademie geschieht dies auf unterschiedlichen Ebenen.

Schon heute begreifen viele Bewerber die vielfältigen Möglichkeiten als starken Anreiz bei ihrer Entscheidung für Ludwigsburg als Studienort. Die Teilnahme an internationalen Programmen sehen sie als strategische Investition in die Erweiterung ihres beruflichen Aktionsradius. Aktuell nehmen 25% der Studierenden aus eigenem Wunsch heraus an einem internationalen Programm teil, Tendenz steigend. Entsprechend kommt dem Erhalt und dem Ausbau der internationalen Angebote eine zentrale strategische Bedeutung zu.

Zusätzlich sind internationale Komponenten stellenweise regulärer Teil des Studiums geworden, so etwa die Vertiefung International Producing im Studiengang Produktion; das Atelier Ludwigsburg-Paris führt ein einjähriges Programm für Europäische Nachwuchsproduzenten an verschiedenen Europäischen Standorten durch und das vom Animationsinstitut in Zusammenarbeit mit weiteren Hochschulen betriebene Programm Animation sans frontières bietet Absolventinnen und Absolventen der Animation eine Europäische Perspektive. Eine besondere Stellung nimmt der Porsche International Student Advertising Film Award ein, der ab 2016 in Kooperation mit der National Film and Television School (NFTS) alternierend in London und in Ludwigsburg jungen Werbefilmern ein internationales Schaufenster bietet.

Im Bereich der studentischen Mobilität hat der andauernde Ausbau der internationalen Beziehungen Angebote im Blick, die noch genauer auf die weit gefächerten individuellen Interessen der Studierenden zugeschnitten sind. In diesem Sinne werden die internationalen Aktivitäten nicht fest an die Studiengänge und –Vertiefungen der Filmakademie gekoppelt, sondern können von den Studierenden im Projektstudium frei gewählt werden. Derzeit bestehen Vereinbarungen zum bilateralen Austausch mit 12 ausländischen Partnerhochschulen, darunter Namen wie die Bezalel University in Jerusalem, Ryerson University in Toronto, oder Universidad del Cine in Buenos Aires. Mit weiteren Institutionen laufen aktuell Verhandlungen. Daneben existieren projektorientierte Programme, z.B. ein Stipendienprogramm mit dem Libanon (seit 2014), der Hollywood Workshop/Los Angeles (seit 2000), oder das Projekt Fiction Alexa an der fémis in Paris (seit 2008), die sich an ganze Gruppen von Studierenden richten.

Während diese Programme für „Outgoings“ der Filmakademie schon auf eine gewisse Tradition zurückblicken können, sind ausländische Gaststudierende in größerer Zahl erst seit dem Studienjahr 2014/2015 ein fester Bestandteil des Campuslebens. Seitdem können sich Studierende der Partnerinstitutionen der Filmakademie in der englischsprachigen International Class (ICLA) einschreiben. Offen für alle Filmgewerke und kulturelle Hintergründe setzt sich die ICLA aus bis zu zwölf Studierenden zusammen, die gemeinsam ein Wintersemester an der Filmakademie verbringen. Das praxisorientierte, interdisziplinäre Kurrikulum bietet den Gaststudierenden extrem hochwertige englischsprachige Lehrveranstaltungen. Dass die Lehrenden der ICLA selbst oft aus dem Ausland kommen, trägt auch auf Ebene der Lehre zu einer weiteren Internationalisierung bei.

Was als Experiment begann, hat sich in kurzer Zeit im Campusleben fest etabliert. Durch zahlreiche Begegnungen mit regulären Studierenden ist innerhalb und außerhalb des Unterrichts ein anhaltender, von gegenseitigem Interesse getragener Dialog entstanden. In der kurzen Zeit ihres Bestehens hat die ICLA mit ihrem kosmopolitischen Charme bereits Einfluss auf Lebensläufe genommen und Filmprojekte in Ländern wie Israel, Myanmar oder dem Libanon angestoßen, die sonst nicht entstanden wären. Die ICLA verändert bei allen Beteiligten die Sicht auf das eigene Leben und künstlerische Arbeiten. Indem sie ganz unmittelbar und konkret zeigt, welche Bereicherung eine internationale Perspektive mit sich bringt, verwirklicht die ICLA im Gesamtbild der internationalen Programme der Filmakademie den Netzwerkgedanken auf internationalem Niveau.

Viele Komponenten der internationalen Programme der Filmakademie werden ermöglicht dank der großzügigen und anhaltenden Unterstützung ihrer Förderer, allen voran der Baden-Württemberg Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (VGF).


Geschäftsleitung

Guido Lukoschek
Koordinator Internationales Büro
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Guido Lukoschek
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Assistenz GF, Internationales Austauschprogramm & Stipendien, Pitching

Sujatha Wanigesinghe
Assistentin
Tel:+49 7141 969 82106
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