Die Filmakademie Baden-Württemberg GmbH schärft ihr Profil als international führende Ausbildungs- und Forschungsstätte für Film und Medien: Sie bündelt künftig in einem neu geschaffenen Carl Laemmle Institut (CLI) ihre Aktivitäten in den Bereichen künstlerisch-technologische Forschung, digitale Innovation und zukunftsweisende Produktionsmethoden.
Die Leitung der zentral in der Filmakademie verankerten Abteilung übernimmt Professor Volker Helzle, der bislang als langjähriger Impulsgeber am Animationsinstitut der FABW den Bereich Forschung und Entwicklung koordiniert hat. Unter seiner Führung soll das Institut als interdisziplinäre Plattform für angewandte Forschung und Entwicklung wirken sowie den Transfer zwischen Kunst, Wissenschaft und Industrie fördern.
Über das Carl Laemmle Institut (CLI):
Das Carl-Laemmle-Institut (CLI) bündelt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Filmakademie Baden-Württemberg GmbH (FABW) in einer zentral verankerten Forschungs- und Entwicklungsabteilung und fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Ausbildung, angewandter Forschung und Industriekooperationen. Das Institut geht aus der bisherigen Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Animationsinstituts der FABW hervor und entwickelt deren Arbeit strukturell, inhaltlich und strategisch weiter.
Die Forschungsfelder des Instituts umfassen unter anderem virtuelle Produktionsmethoden, Extended Reality, KI-gestützte Kreativ- und Produktionsprozesse, Cross-Innovation, neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion sowie nachhaltige und ressourcenschonende Produktionsmodelle für Film, Games und immersive Medien.
Mit der Namensgebung knüpft die FABW bewusst an das Vermächtnis des aus Baden-Württemberg stammenden Pioniers Carl Laemmle an. Er gründete 1912 in Los Angeles das Filmstudio Universal Pictures, spielte eine entscheidende Rolle beim Aufstieg Hollywoods und prägte maßgeblich die internationale Filmindustrie. Die Bezugnahme auf Laemmle steht für Innovationsfreude, visionären Unternehmergeist und den Mut, neue Strukturen für kreatives Arbeiten zu schaffen. Zugleich unterstreicht sie den Anspruch des Instituts, Film als kulturelle, technologische und gesellschaftliche Gestaltungskraft weiterzudenken – mit internationaler Perspektive und Offenheit für radikal neue Ideen.
Über Prof. Volker Helzle:
Nach seinem Studium an der Hochschule der Medien in Stuttgart und ersten Berufserfahrungen in Los Angeles kam Volker Helzle 2003 an die Filmakademie Baden-Württemberg, um am Animationsinstitut den Bereich Forschung und Entwicklung aufzubauen. Seit 2013 ist Volker Helzle Honorarprofessor.
Die Arbeit an Tools für die Animation von Gesichtern führte im Jahr 2007 zu einer der ersten Realisierungen eines virtuellen Schauspielers. Volker Helzle hat den Aufbaustudiengang Technical Directing (TD) maßgeblich mitgeprägt, der sich den technologischen Herausforderungen von Animation, VFX und Transmedia-Produktionen widmet. Als Programmberater ist er an der Organisation der jährlichen Stuttgarter Konferenz FMX beteiligt.
Volker Helzle holte überdies eine beträchtliche Anzahl von regionalen und von der Europäischen Union geförderten Projekten in den Bereichen Animation, VFX, Virtual Production und Immersive Media an die FABW.
Bild: Dr. Andreas Bareiß und Prof. Volker Helzle vor einer LED-Wall im Jochen Kuhn Studio der Filmakademie, (c) FABW