22.01.2026

FABW gründet Carl Laemmle Institut für Research & Media Innovation (CLI)

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FABW gründet Carl Laemmle Institut für Research & Media Innovation (CLI)

Die Filmakademie Baden-Württemberg GmbH schärft ihr Profil als international führende Ausbildungs- und Forschungsstätte für Film und Medien: Sie bündelt künftig in einem neu geschaffenen Carl Laemmle Institut (CLI) ihre Aktivitäten in den Bereichen künstlerisch-technologische Forschung, digitale Innovation und zukunftsweisende Produktionsmethoden.

Die Leitung der zentral in der Filmakademie verankerten Abteilung übernimmt Professor Volker Helzle, der bislang als langjähriger Impulsgeber am Animationsinstitut der FABW den Bereich Forschung und Entwicklung koordiniert hat. Unter seiner Führung soll das Institut als interdisziplinäre Plattform für angewandte Forschung und Entwicklung wirken sowie den Transfer zwischen Kunst, Wissenschaft und Industrie fördern.

 

Über das Carl Laemmle Institut (CLI):

Das Carl-Laemmle-Institut (CLI) bündelt die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Filmakademie Baden-Württemberg GmbH (FABW) in einer zentral verankerten Forschungs- und Entwicklungsabteilung und fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Ausbildung, angewandter Forschung und Industriekooperationen. Das Institut geht aus der bisherigen Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Animationsinstituts der FABW hervor und entwickelt deren Arbeit strukturell, inhaltlich und strategisch weiter.

Die Forschungsfelder des Instituts umfassen unter anderem virtuelle Produktionsmethoden, Extended Reality, KI-gestützte Kreativ- und Produktionsprozesse, Cross-Innovation, neue Formen der Mensch-Maschine-Interaktion sowie nachhaltige und ressourcenschonende Produktionsmodelle für Film, Games und immersive Medien.

Mit der Namensgebung knüpft die FABW bewusst an das Vermächtnis des aus Baden-Württemberg stammenden Pioniers Carl Laemmle an. Er gründete 1912 in Los Angeles das Filmstudio Universal Pictures, spielte eine entscheidende Rolle beim Aufstieg Hollywoods und prägte maßgeblich die internationale Filmindustrie.  Die Bezugnahme auf Laemmle steht für Innovationsfreude, visionären Unternehmergeist und den Mut, neue Strukturen für kreatives Arbeiten zu schaffen. Zugleich unterstreicht sie den Anspruch des Instituts, Film als kulturelle, technologische und gesellschaftliche Gestaltungskraft weiterzudenken – mit internationaler Perspektive und Offenheit für radikal neue Ideen.


Über Prof. Volker Helzle:


Nach seinem Studium an der Hochschule der Medien in Stuttgart und ersten Berufserfahrungen in Los Angeles kam Volker Helzle 2003 an die Filmakademie Baden-Württemberg, um am Animationsinstitut den Bereich Forschung und Entwicklung aufzubauen. Seit 2013 ist Volker Helzle Honorarprofessor.
Die Arbeit an Tools für die Animation von Gesichtern führte im Jahr 2007 zu einer der ersten Realisierungen eines virtuellen Schauspielers. Volker Helzle hat den Aufbaustudiengang Technical Directing (TD) maßgeblich mitgeprägt, der sich den technologischen Herausforderungen von Animation, VFX und Transmedia-Produktionen widmet. Als Programmberater ist er an der Organisation der jährlichen Stuttgarter Konferenz FMX beteiligt.

Volker Helzle holte überdies eine beträchtliche Anzahl von regionalen und von der Europäischen Union geförderten Projekten in den Bereichen Animation, VFX, Virtual Production und Immersive Media an die FABW.

Bild: Dr. Andreas Bareiß und Prof. Volker Helzle vor einer LED-Wall im Jochen Kuhn Studio der Filmakademie, (c) FABW

O-TÖNE

„Mit der Gründung des Carl Laemmle Instituts schaffen wir im Herzen der FABW einen institutionellen Raum für Innovation im Bereich der Film- und Medienproduktion“, sagt Dr. Andreas Bareiß, Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg. „Die höchst erfolgreiche Arbeit der Forschungs- und Entwicklungsabteilung unseres Animationsinstituts führen wir fort, entwickeln sie weiter und geben ihr zugleich mehr Visibilität sowie institutionelle und strategische Schlagkraft. In Zeiten tiefgreifender technologischer und ökologischer Umbrüche ist es unsere Verantwortung, Innovation aktiv, verantwortungsvoll und ethisch fundiert mitzugestalten.“

Professor Volker Helzle ergänzt: „Wir verstehen das Institut als angewandten Experimentierraum, in dem wir virtuelle Produktionsumgebungen, KI-gestützte Werkzeuge und nachhaltige Produktionsstrategien gemeinsam denken, erforschen und erproben. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe als Leiter des Instituts und darauf, gemeinsam mit einem interdisziplinären Team nachhaltige Impulse für die Medienproduktion der Zukunft zu setzen.“

Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, unterstreicht die kultur- und wissenschaftspolitische Bedeutung des neuen Instituts:
„Mit dem Carl Laemmle Institut entwickelt sich die Filmakademie Baden-Württemberg kontinuierlich und konsequent weiter. Das neue Institut stärkt ihre Rolle als Leuchtturmprojekt unseres Landes und als international sichtbares Kreativ- und Innovationslabor. Die enge Verbindung von künstlerischer Exzellenz, neuen Technologien und Nachhaltigkeit ist wegweisend – für den Medien- und Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und weit darüber hinaus.“

Auch die in Los Angeles ansässige Familie von Carl Laemmle begrüßt die Gründung des Instituts. Rosemary Laemmle Hilb, Urgroßnichte von Carl Laemmle, erklärt:
„Es ist für unsere Familie eine große Ehre, dass der Name Carl Laemmle mit einem Institut verbunden wird, das sich der Innovation, dem Mut zum Neuen und der Verantwortung für die Zukunft des Films verschrieben hat. Diese Werte haben Carl Laemmles Lebenswerk geprägt. Sein Lebensmotto ‚It can be done!‘ stand sinnbildlich für seinen unerschütterlichen Glauben an Möglichkeiten und an die Kraft kreativer Visionen – und wir sehen genau diese Haltung in der Arbeit der Filmakademie Baden-Württemberg und des neuen Instituts auf inspirierende Weise weitergeführt.“

 

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