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| Die Filmakademie Baden-Württemberg feierte ein besonderes Jubiläum

Rückblick auf die Festwoche zum 30-jährigen Bestehen

Die Filmakademie Baden-Württemberg wird in diesem Jahr 30. Diesen runden Geburtstag feierte die Ludwigsburger Filmhochschule im Rahmen einer Festwoche von Montag, 12. bis Freitag, 16. Juli. Dank Corona gestaltete sich das Jubiläum im doppelten Sinn besonders. Pandemiebedingt fanden die Veranstaltungen – mit Hygienekonzept und gemäß den geltenden gesetzlichen Regelungen – mit einer reduzierten Zahl an „3G“-Gästen vor Ort im Albrecht Ade Studio statt, das von der Abteilung Szenenbild liebevoll eingerichtet worden war. Einige Events wurden parallel als Livestream im Internet für registrierte Gäste übertragen.

Den Auftakt machte am Montag unter dem Motto „30Something – die FABW feiert!” die Premiere des neuen Kurzgeschichtenbands „Sommer” in der Schriftenreihe Edition FABW. Schauspielstudierende der benachbarten Akademie für Darstellende Kunst (ADK) lasen ausgewählte Erzählungen von Studierenden aus dem neuen Band. Die kommende Ausgabe „Knapp daneben“ wird mit Unterstützung der Wüstenrot Stiftung realisiert.

Der Dienstag startete mit „Dank und Anerkennung für Leistungen zum Wohle der heimischen Wirtschaft“, konstatiert in einer Urkunde der IHK Region Stuttgart. Sie wurde dem Direktor der FABW, Prof. Thomas Schadt, offiziell vor Ort übergeben. Der Abend stand dann ganz im Zeichen der Verleihung des internationalen Werbefilmpreises Porsche Awards – for Young Talents in Advertising. Für die 17. Ausgabe wurden die Preiskategorien in Abstimmung mit Hauptsponsor Porsche AG neu strukturiert und an aktuelle Entwicklungen in der Werbefilmbranche angepasst. Bei der Verleihung, charmant moderiert von FABW-Studentin Julia Schubeius, setzten sich aus 178 Einreichungen aus 18 Ländern schließlich per Juryentscheid die Beiträge ABSENT aus England (Kategorie Driven by Dreams), TIGHT FRAME aus Polen (Kategorie Short Advertising Content) sowie GET MARRIED AGAIN aus Deutschland (Kategorie Long Advertising Content) durch.

Am Mittwoch und Donnerstag hieß es SCREEN.TIME international. Bei der jährlichen Branchenveranstaltung präsentierten Studierende und Alumni Branchenvertreter*innen in kurzen Pitchings ihre aktuellen Projekte. Das Animationsinstitut der FABW wartete dabei ebenso mit einem eigenen Programmblock auf wie das Internationale Büro, das den achtwöchigen Workshop PITCH_IT@Screen.Time in Kooperation mit dem Goethe-Institut Budapest vorstellte.
Erstmals wurde im Rahmen von SCREEN.TIME international ein von MackNeXT ausgelobter Pitching Award verliehen. Über die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung freute sich das Team des Diplomprojekts ANNA – A TALE FOR TOMORROW, der Adaption eines Romans von Jostein Gaarder.

Bereits zum dritten Mal vergeben wurde der Justus Pankau Kamerapreis. Der Award, benannt nach dem 2017 verstorbenen Kameramann und langjährigen Filmakademie-Dozenten, ging an den Studenten Michael Throne. Stifter des mit 3.000 Euro dotierten Preises ist der Lions Club Ludwigsburg-Monrepos e.V.

Im Mediaportal konnten registrierte Gäste zudem weitere Inhalte abrufen: darunter ein Online-Gespräch in 9 Kapiteln zwischen dem nach 30 Jahren scheidenden Leiter des Studienfachs Filmgestaltung, Prof. Jochen Kuhn, einigen seiner aktuellen und ehemaligen Weggefährt*innen sowie Alumni der FABW. Eine weitere Online-Gesprächsrunde mit Studierenden und Alumni der FABW beschäftigte sich mit dem Thema „Leben und Identität jüdischer Menschen in Deutschland“.

Der Freitag begann mit einem Panel, bei dem Alumni der Filmakademie zum Thema „Gleichberechtigung und Vielfalt“ diskutierten. Anschließend folgte im Kino Caligari die Verleihung der Caligari-Preise 2021 des Fördervereins der FABW an insgesamt 12 herausragende Projektvorhaben von Studierenden. Dabei wurde auch das jahrelange Engagement der Preisstifter*innen mit aktuell insgesamt 870.000 Euro für den Filmnachwuchs besonders gewürdigt.
Parallel startete auf dem Campus coronakonform das traditionelle Hoffest „Ehrliche Wurst“ für Mitarbeitende, Studierende und Alumni der FABW, mit musikalischer Untermalung durch die Caligari-Band.

Höhepunkt und Abschluss der Jubiläumswoche bildete der Festakt im Albrecht Ade Studio. Durch den Abend führte Arte-Moderatorin und FABW-Alumna Dörthe Eickelberg. In ihren Grußworten betonten Ministerpräsident Winfried Kretschmann in einer Videobotschaft, die Aufsichtsratsvorsitzende der FABW, Staatssekretärin Petra Olschowski, und der Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Dr. Matthias Knecht, allesamt die herausragende Entwicklung und Stellung der Filmakademie Baden-Württemberg in der nationalen und internationalen Filmhochschullandschaft. Prof. Thomas Schadt nutzte die Gelegenheit, sich bei langjährigen, entscheidenden Weggefährtinnen und -gefährten aus Politik und Wirtschaft zu bedanken, insbesondere dem anwesenden Ministerpräsidenten a.D. Erwin Teufel und dem ebenfalls anwesenden Gründungsdirektor der FABW, Prof. Albrecht Ade. Auch Vertreter*innen des AStA der Filmakademie bekamen die Gelegenheit zu einem Grußwort und nutzten diese für ein engagiertes gesellschaftspolitisches Statement.

Eine ganz besondere Geburtstagsüberraschung stellte der Filmausrüster ARRI bereit, der als Partner das Jubiläum der FABW und die Festwoche unterstützt hatte. Auf der Bühne enthüllte Thomas Schadt das Geschenk von ARRI: den innovativen ORBITER - ein ultraheller LED-Scheinwerfer, der bisher nie gekannte Farbtreue garantiert.

Last but not least bot der Festakt einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung von Prof. Jochen Kuhn. In seiner Rede lieferte er einen spannenden Einblick in die Lehrmethoden und Philosophie des Studienfachs Filmgestaltung 1, das er 30 Jahre lang geleitet und geprägt hat. Zum Abschied gab ihm Thomas Schadt noch eine gute Nachricht mit auf den Weg: Als Dank und Anerkennung für seine herausragenden Verdienste um die Filmakademie Baden-Württemberg wird das Aufnahmestudio 1 künftig den Namen „Jochen Kuhn Studio“ tragen.

 

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Staatsministerin für Kultur und Medien