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| Filmakademie Baden-Württemberg und Robert Bosch Stiftung kooperieren bei Förderung von Filmemachern:

STIPENDIENPROGRAMME FÜR OSTAFRIKANISCHE FILMEMACHER*INNEN ANGELAUFEN

Ludwigsburg, 18.04.2019

Die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Filmakademie Baden-Württemberg kooperieren seit Sommer 2018 bei der Förderung ostafrikanischer Filmemacherinnen und Filmemacher: Neben Workshops für junge Profis aus der afrikanischen Film- und Medienindustrie hat die Robert Bosch Stiftung auch Stipendien vergeben, die es den Teilnehmer*innen ermöglichen, im Rahmen der International Class (ICLA) an der Filmakademie Baden-Württemberg zu studieren. Jetzt zeigen die Initiativen erste Ergebnisse:

So konnten beispielsweise die kenianischen Filmemacher Mbithi Masya und Mugambi Nthiga ihre Ideen als Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung und mit dem Mentoring von Lehrenden der Filmakademie ausarbeiten und ihre Spielfilmprojekte beim Africa Hub der diesjährigen Berlinale präsentieren. Das Publikum des Africa Hub zeigte sich begeistert von den Filmideen, die nun auf dem freien Markt produziert werden sollen.

Ebenfalls im Rahmen der International Class (ICLA) konnten die Gaststudierenden Mark Maina und Saitabao Kaiyare aus Kenia sowie Inadelso Cossa aus Mozambique ihre Produktionen in Ludwigsburg weiter ausarbeiten und schließlich abschließen. Maina und Kaiyare werden darüber hinaus gemeinsam mit den beiden Dokumentarfilm-Studierenden Denis Pavlovic und Elena Schilling im Frühjahr und Sommer dieses Jahres in Deutschland und Kenia zwei weitere Projekte drehen. Im Zentrum der beiden Filme wird der interkulturelle Austausch stehen, der sich bereits in den deutsch-kenianischen Regiepaarungen manifestiert.

Bei der Produktion dieser Filme in Kenia schließt sich der Kreis zu einem weiteren Workshop-Programm, das die Filmakademie in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung sowie Rushlake Media und dem East African Documentary Film Fund (DOCUBOX) in Kenia, Ruanda, Uganda und Tansania durchführt: Das Workshop-Programm „Film Pro Series - East Africa“ bietet gezielte Weiterbildungen für ortsansässige Filmprofis an, die ihre Fähigkeiten in den Bereichen Ton, Kamera, Produktion, Regie und Schauspiel vervollständigen möchten. Die Absolvent*innen dieser Workshops werden dann in Nairobi/Kenia auf die Regie-Duos Mark Maina und Elena Schilling sowie Saitabao Kaiyare und Denis Pavlovic treffen, um gemeinsam an deren Dokumentarfilmen zu arbeiten. Das Mentoring vor Ort übernimmt der lokale Partner DOCUBOX.

Prof. Thomas Schadt, Geschäftsführer der Filmakademie, ist hoch erfreut: „Das Engagement der Robert Bosch Stiftung gibt uns die Möglichkeit, völlig neue Wege zu gehen, indem wir studentische Austauschprogramme und Weiterbildungen vor Ort ineinander greifen lassen. Wir sind zuversichtlich, dass hier ein Netzwerk entsteht, das für alle Beteiligten echte berufliche Perspektiven bietet und Horizonte erweitert. Wir sind stolz auf diese gemeinsame Pionierarbeit und gespannt auf die weiteren Ergebnisse.“

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Die „International Class“ (ICLA) der Filmakademie Baden-Württemberg beinhaltet ein Curriculum in englischer Sprache. Die Klasse besteht aus zwölf internationalen Gaststudierenden von Filmhochschulen aus aller Welt. Als interdisziplinäre Klasse setzt sich die ICLA mit verschiedenen Gebieten des Filmemachens auseinander und nutzt dafür ganz unterschiedliche Ansätze. Eines der vorrangigen Ziele der ICLA ist es, ein Netzwerk von internationalen Studierenden zu entwickeln und als Konsequenz daraus gemeinsame Projekte von Studierenden verschiedener Filmschulen einfacher zu realisieren.

Das Workshop-Programm „Film Pro Series - East Africa“ soll gezielt Fertigkeiten in den Bereichen Regie, Produktion, Distribution, Pitching, Tonaufnahme und Sounddesign, Bildgestaltung/Kamera, Farbkorrektur, Schauspiel sowie Postproduktions-Workflow vermitteln und ausbauen. Über zwanzig Workshops werden binnen zweier Jahre die Perspektiven der Filmemacher zum Aufbau einer beruflichen Existenz verbessern und zur weiteren Professionalisierung der Medienbranche vor Ort beitragen. Die Workshops wenden sich an junge Profis aus der Film- und Medienindustrie in Kenia, Ruanda, Tansania, Uganda und dem Sudan. Ebenfalls beteiligt an dieser Kooperation sind der East African Documentary Film Fund DOCUBOX (Nairobi, Kenia), MAISHA Film Lab (Kampala, Uganda), MASHIRIKA (Kigali, Ruanda) sowie der Filmverleih Rushlake Media (Köln).

Foto: (v.l.n.r.) Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung und Teilnehmer der International Class (ICLA) an der Filmakademie BW: Mark Maina und Saitabao Kaiyare aus Kenia mit Guido Lukoschek (Koordinator Internationales Büro der Filmakademie BW) und Inadelso Cossa aus Mozambique.
(C) Filmakademie BW