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| Studentisches Online-Festival zur Coronapandemie an der Filmakademie BW (FABW), ihrem Animationsinstitut und der Akademie für Darstellende Kunst BW (ADK):

DIE #CORONALE 2021 - für alle Enttäuschten, traurigen Künstler*innen und digitalen Freaks 

An der FABW, ihrem Animationsinstitut und der ADK hat die Corona-Pandemie tiefgreifende Veränderungen des Studienalltags hervorgerufen: Öffentliche Vorstellungen mussten abgesagt und prüfungsrelevante Produktionen hausintern weitergeführt, Dreharbeiten, Seminare vor Ort und praktische Übungen auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Künstlerische Auseinandersetzungen fanden unvermittelt im digitalen Raum statt - eine neue Welt, die es erst einmal zu erobern galt. 

Wie gingen und gehen die Studierenden mit dieser Situation um? Was bedeutet die Krise für ihr künstlerisches Schaffen? Gelingt es, in dem Spannungsfeld aus Hygieneplänen, Kontaktbeschränkungen, Isolation und künstlerischem Anspruch dennoch, Inspiration und Kraft für kreative Arbeit zu schöpfen? Ist die Krise ein Katalysator für neue Formen und Perspektiven der Kunst?

Diesen und weiteren Fragen ging das das studentisch organisierte Onlinefestival #CORONALE 2021 nach, das am 18. und 19. Februar 2021 als interne Veranstaltung an beiden Hochschulen stattfand. Ein Team bestehend aus Studentinnen der FABW und der ADK (Maite Bengsch, Clara Luna Deina, Anaïs Durand-Mauptit und Alina Yklymova) stellte ein Programm auf die Beine, das sich an zwei Abenden mit der Situation der Studierenden seit dem Lockdown 2020 beschäftigte. 

Für alle Enttäuschten, traurigen Künstler*innen und digitalen Freaks lautete der Untertitel zur #CORONALE, worunter das Orga-Team ein facettenreiches Programm zusammengestellt hatte. Von Kurz-, Experimental- und Animationsfilmen über Live-Performances und Theater im digitalen Raum bis hin zu Hörspielen und Audio-Video-Collagen reichte die Palette der unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksweisen. Beispielsweise standen Filmblöcke, die gelungene Produktionen zeigten gleichberechtig Arbeiten gegenüber, die unfertig geblieben waren oder gar nicht erst realisiert werden konnten. Ganz nach dem Motto: Scheitern ist erlaubt! 

Darüber hinaus berichteten Gäste aus der Film-, Theater- und Gamesbranche von ihren Pandemie-Erfahrungen und diskutierten "die neue Digitalisierung". Dass hier besonders die positiven Aspekte zum Tragen kamen, fand sowohl beim Orga-Team, als auch bei den Studierenden und weiteren Teilnehmenden großen Anklang. Denn für alle stand fest, dass das vergangene digitale Jahr genutzt werden soll, um daraus für die Zukunft zu lernen.

Am zweiten Abend konnten sich alle Teilnehmenden zudem aktiv am Programm beteiligen: Zum Beispiel bei der digitalen Open Stage, die unter dem Hashtag #coronakotztmichan zu Live-Performances, Geschichtenerzählen, Tanzen und Singen aufrief. Oder über die Mitgestaltung der abschließenden Online Party, beim Bieryoga und Tarot. So näherten sich alle mit Humor dem bald einjährigen Corona Jubiläum, kamen in lockerer Runden zusammen, hatten Spaß und genossen vor allem das Gefühl, nicht alleine zu sein.

Die #CORONALE fand als reine Onlineveranstaltung mit Hilfe von Messenger-Diensten, Videoportalen und Videokonferenz-Tools statt und bewies, wie einfach es mittlerweile möglich ist, Austausch und Nähe zu schaffen, ohne dass man sich live begegnet. Die FABW und die ADK bedanken sich sehr herzlich beim Orga-Team und allen Teilnehmenden für die beiden gelungenen Abende. 

Foto: Szenenfotos aus »www.zusammenstoss.dada« von Anaïs Durand-Mauptit, frei nach Motiven von Kurt Schwitters.
Credit: (c) Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
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