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| Thea Dorn eröffnet das Studienjahr 2019/20

ERÖFFNUNGSWOCHE MIT DEM ZENTRUM FÜR POLITISCHE SCHÖNHEIT


Es ist soweit – der Campus lebt wieder! Gestern (Montag, 23. September 2019) eröffnete die Filmakademie Baden-Württemberggemeinsam mit ihrem Animationsinstitutund der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK) das neue Studienjahr 2019/2020 mit einem Gast aus der Welt von Literatur und Theater: Thea Dorn, Autorin, Moderatorin und Literaturkritikerin. Gemeinsam mit Prof. Dr. Elisabeth Schweeger (Künstlerische Direktorin und Geschäftsführerin ADK), Prof. Thomas Schadt (Direktor Filmakademie) und Prof. Andreas Hykade (Leiter Animationsinstitut) begrüßte sie die Studierenden und stimmte sie auf die kommende Zeit ein.

Thea Dorn ermutigte in ihrem Bergrüßungsvortrag »Alles so schön politisch hier… Überlegungen zur Rolle der Darstellenden Kunst in erregten Zeiten« die Studierenden, als Künstler*innen Stellung zu beziehen, etwas zu wagen und auch nicht davor zurückzuschrecken, künstlerische Aussagen mit politischen Aussagen zu verbinden. Was zähle, so Dorn, seien Aufrichtigkeit und der Mut, eigene Ängste zu lokalisieren und sich ihnen zu stellen. Daneben sei es eine der großen Qualitäten von Kunst und Darstellender Kunst, in eine gewisse Distanz zu sich selbst zu treten. In diesem Spannungsfeld gelte es, eine Haltung zu entwickeln.      

Gegen die moderne Absicherungsmentatlität der Gesellschaft zu rebellieren und das archaische Potenzial der Kunst zu nutzen, hier einen Kontrapunkt zu setzen – wo ginge das besser als im geschützten Raum einer Kunsthochschule? fragte Dorn die angehenden Studierenden und stellte gleichzeitig heraus, was für ein Glück es sei, an einer freien Kunsthochschule zu studieren, zu experimentieren, sich ausprobieren zu dürfen. 

Ebenso wie Thea Dorn in ihrem Vortrag, betonten auch die drei Institutsleiter*innen die Relevanz der Kunst sowie die Notwendigkeit, sie immer wieder neu zu hinterfragen und sich nicht ausschließlich mit privaten Themen zu beschäftigen, sondern sich auch aus seiner eigenen Komfortzone zu bewegen. Relevanz, Intensität und Originalität als entscheidende Kriterien der Ausbildung gaben sie den Studierenden mit auf den Weg und setzten damit einen ersten wichtigen Impuls zum Studienauftakt.

Während der Campus-Eröffnungswoche (24.-27.09.2019) findet außerdem unter dem Titel »Widerstand – Künstlerische Strategien – persönliche Verantwortung« in diesem Jahr ein viertägiger Workshop unter der Leitung von Cesy Leonard – Künstlerin, Filmemacherin und Chefin des Planungsstabs des Zentrums für Politische Schönheit statt. Zusammen mit Gastdozent*innen und den neuen Studierenden geht sie in rund 20 Arbeitsgruppen auf Recherche. Sie fragen danach, was Widerstand ist, ob wir ihn in einer Demokratie brauchen oder der Begriff eher zu einer Diktatur passt, ob er immer radikal sein muss oder man auch still Widerstand leisten kann. Die Ergebnisse präsentieren die Studierenden Ende der Woche intern an der ADK.