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| ZWEI FILMAKADEMIE-PRODUKTIONEN IM WETTBEWERBSPROGRAMM VON DOK LEIPZIG

INT. FESTIVAL FÜR DOKUMENTAR- UND ANIMATIONSFILM

Vom 8. bis 15. Oktober findet die 66. Ausgabe von DOK LEIPZIG statt, das renommierte Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm. Im Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm/Langfilm konkurriert mit FOR THE TIME BEING auch eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg um die begehrte, mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube. Und im Internationalen Wettbewerb Animationsfilm hat der Kurzfilm IT´S JUST A WHOLE Chancen auf die Auszeichnung im Wert von 1.500 Euro. 

In ihrem 90-minütigen Diplomfilm FOR THE TIME BEING porträtiert Autorin und Regisseurin Nele Dehnenkampdie Afroamerikanerin Michelle. Ihren Jugendfreund Jermaine heiratete sie im Besuchsraum eines Hochsicherheitsgefängnisses – in der Hoffnung, bald mit ihm in Freiheit leben zu können. Jermaine behauptet, zu Unrecht wegen Mordes verurteilt worden zu sein und verbüßt eine 22-jährige Haftstrafe in der Nähe von New York. Jahrelang kämpft Michelle dafür, seine Unschuld zu beweisen, während sie sich gleichzeitig um ihre jugendlichen Kinder kümmert. Als ein neues Beweisstück in Jermaines Fall entdeckt wird, könnte ihr Traum einer idyllischen Familie in letzter Minute Wirklichkeit werden.
Entstanden über fast eine Dekade hinweg, ist FOR THE TIME BEING eine intime Langzeitbeobachtung über Liebe, Hingabe und weibliche Widerstandskraft, inmitten des maroden US-amerikanischen Justizsystems.

In IT´S JUST A WHOLE (Regie: Bianca Scali), entstanden am Animationsinstitut der Filmakademie Baden-Württemberg, führt die unangenehme Untersuchung durch eine akribische Ärztin zur vermeintlich unumgänglichen Entfernung eines Muttermals. Ein Eingriff, der Körper und Seele der jungen Patientin vernarben lässt.

Darüber hinaus präsentiert Irina Rubina*, Animations-Absolventin aus Ludwigsburg, ihren neuen Kurzfilm MILES DAVIS: WHAT´S LOVE GOT TO DO WITH IT in der Reihe Animation Perspectives. Darin visualisiert sie Tina Turners Klassiker in der musikalischen Interpretation von Miles Davis spielerisch in abstrakten Linien und geometrischen Formen. 

Und in der Kategorie Beyond Animation: Zuhause – Grundriss, Aufriss & Leben gibt es ein Wiedersehen mit dem experimentellen Kurzfilm OLGASTRASSE 18 (Buch und Regie: Liv Scharbatke, Jörg Rambaum*), der 2011 im Studienfach Filmgestaltung an der FABW entstanden ist. Durch scheinbar alltägliche Gegenstände in einer Wohnung wie Bilderrahmen und Badezimmerutensilien lässt der Film ein ganzes Leben voller Erinnerungen lebendig werden. Die Anwesenheit der Protagonisten, obwohl nicht zu sehen, ist doch in jedem Moment zu spüren.

Das Festival DOK Leipzig besteht seit über 60 Jahren. Während des Kalten Kriegs war das 1955 gegründete Festival ein wichtiger Ort des künstlerischen Austauschs zwischen Filmemacher*innen aus Ost und West. Sowohl Dokumentar- als auch Animationsfilm waren von Beginn an Bestandteil des Programms, das von Filmen mit einer starken künstlerischen und persönlichen Handschrift geprägt ist. Als Schaufenster für internationale Dokumentar- und Animationsfilme ist es in der Kombination dieser beiden Sparten einzigartig. Während der Festivalwoche werden ca. 250 Filme und Extended-Reality-Arbeiten (XR) gezeigt. Zudem lockt der Branchentreff DOK Industry jedes Jahr zahlreiches Publikum an.

*Irina Rubina und Jörg Rambaum sind Stipendiat*innen der Baden-Württemberg Stiftung und hab im Rahmen ihres Studiums an einem internationalen Partnerprogramm teilgenommen.

Weitere Infos zum Festival:
www.dok-leipzig.de

FOR THE TIME BEING
Protagonist*innen: Michelle Bastien-Archer, Jermaine Archer, Paul Scott, Kaylea Scott
Buch, Regie, Bildgestaltung & Montage: Nele Dehnenkamp
Produktion: Nele Dehnenkamp, Christine Duttlinger
Originalton: Nele Dehnenkamp, Stefan Zierock
Tongestaltung: Johanna Roth
Filmtonmischung: Sirius Kestel
Originalmusik: Martin Kohlstedt
Farbgestaltung: David Holfelder
Motion Design & Artwork: Jakob Werner
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

IT´S JUST A WHOLE
Regie: Bianca Scali
Bildgestaltung: Markus Ott
Filmmusik: Demian Martin
Sounddesign: Vincent Egerter
Montage: Revan Sarikaya
Producer*in: Paulina Larson
Mischung: Vincent Egerter
Musikerin (Interpretin): Mareike Schmid
Compositing: Mike Razniewski
Sprecher*innen: Will de Renzy-Martin, Judith Gaillard, Claudia Lietz
Additional Voice Recording: Perschya Chehrazi
Grading: Markus Ott
Foleys: Marc Lehnert
Analog Animation: Shadab Shayegan
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg GmbH

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