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| Nominierungen für den Adolf-Grimme-Preis 2018 stehen fest:

Filmakademie-Alumni an nominierten Produktionen beteiligt

Insgesamt 70 Fernsehproduktionen sind gestern (17.01.2017) für den 54. Adolf-Grimme-Preis nominiert worden. In der Endrunde um die renommierte Auszeichnung befinden sich auch elf Produktionen, an denen Absolventinnen und Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg beteiligt sind.

Allen voran Jung-Dokumentaristin Asli Özarslan, die mit ihrem Team Carina Neubohn (Kamera), Ana Branea (Schnitt), Sabrina Proske (Producerin) sowie Jonathan Schorr, Nami Strack, Aljoscha Haupt und Oscar Stiebitz (Ton) für ihren Film DIL LEYLA im Wettbewerb „Information & Kultur“ nominiert ist. Der ebenso eindrucksvolle wie bewegende Diplomfilm entstand in Koproduktion mit dem SWR/Junger Dokumentarfilm und porträtiert einfühlsam Leyla, eine in Deutschland lebende Kurdin, die mit 26 Jahren in das Land zurückkehrt, in dem sie geboren wurde, und dort die jüngste Bürgermeisterin der Türkei wird. Sie tritt ihr Amt mit dem Wunsch an, die vom Bürgerkrieg zerstörte Krisenregion und Kurdenhochburg Cizre wieder zu einem lebenswerten Ort zu machen. Doch als dann die Parlamentswahlen in der Türkei anstehen, kommt alles anders: Leyla wird verhaftet und Cizre von der Armee zerstört. Regisseurin Aslı Özarslan begleitet Leyla bei all diesen Ereignissen - von der hoffnungsvollen Rückkehr bis zur brutalen Zerstörung der Stadt Cizre.

Darüber hinaus befinden sich eine ganze Reihe weiterer Filmakademie-Alumni im Rennen um den Adolf-Grimme-Preis:

Darunter Nicole Weegmann, die Regie bei dem WDR-Spielfilm DAS LEBEN DANACH führte, Daniela Knapp, die für die Bildgestaltung der TV-Biografie KATHARINA LUTHER verantwortlich zeichnet oder Autorin Kathrin Bühlig, die gemeinsam mit Burt Weinshanker das Buch zum Drama KÖNIGIN DER NACHT geschrieben hat.

Auch Kamera-Absolvent Philipp Haberlandt sowie Produktions-Alumnus Sascha Schwingel freuen sich über die Nominierung der viel beachteten Ko-Produktion BABYLON BERLIN von Sky und der ARD, während mit Yoshi Heimrath ein weiterer Filmakademie-Alumnus die Kamera in der vierteiligen Miniserie DAS VERSCHWINDEN führte. In der Kategorie Serien nominiert sind auch Baran bo Odar und Jantje Friese für Buch und Idee der ersten deutschen Netflix-Serie DARK. Mittendrin waren die Filmakademie-Absolventen Martin Behnke, Ronny Schalk und Marc O. Seng, die mehrere Folgen als Autoren im Writers Room gemeinsam mit Jantje Friese entwickelt haben.

Im Wettbewerb „Kinder und Jugend“ fiebert Regisseur Benjamin Kahlmeyer mit seinem YouTube-Format GERMANIA der Verleihung der Grimme-Preise entgegen, während sich in dieser Kategorie Maik Bialk als Redakteur (zusammen mit Klaus Geiges) der Dokumentation HIER UND HEUTE: JUNG UND OBDACHLOS, NOTSCHLAFSTELLE FÜR KINDER ebenfalls Hoffnungen auf eine Grimme-Trophäe machen darf. Ähnlich dürfte es Ben Wieg gehen, der einige Folgen der Kinder-Serie BONGO BOULEVARD mit seiner Bildgestaltung unterstützen durfte.

Filmakademie-Dozentin Heidi Specogna (Buch/Regie) und Alumnus Kaya Inan (Schnitt) komplettieren den Nominierungs-Reigen mit dem bereits mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm CAHIER AFRICAIN.

Prof. Thomas Schadt, Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg: „Dass unsere Absolventen gleich in elf Produktionen beim Grimme-Preis mit dabei sind, spricht – neben der hohen professionellen Qualität des Einzelnen - auch für die praxisorientierte Ausbildung der Filmakademie. Es zeigt, dass wir die Studierenden optimal auf die Bedingungen des Markts vorbereiten und so der Einstieg in den Job problemlos gelingen kann.“

Der Adolf-Grimme-Preis ist der Fernsehpreis des Deutschen Volkshochschul-Verbandes und wird vom Adolf-Grimme-Institut in Marl veranstaltet. Bis zu 16 Grimme-Preise können am 13. April 2018 vergeben werden, wenn die feierliche Preisverleihung im Theater der Stadt Marl stattfindet. Die Preisträgerinnen und Preisträger des 54. Grimme-Preises 2018 werden allerdings schon am 14. März 2018 bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

Mit einem Adolf-Grimme-Preis werden Produktionen aus allen Genres und Programmsparten ausgezeichnet, welche die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Form und Inhalt Vorbild für die Fernsehpraxis sein können.

Weitere Informationen unter www.grimme-institut.de