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| Die Filmakademie Baden-Württemberg und Kinokult Programmkinos präsentieren im Rahmen von Open House den Dokfilm:

BETRUG – vom Robin Hood zum Hochstapler

Der Dokumentarfilm BETRUG von Filmakademie-Absolvent David Spaeth ist ein Film mit vielen Facetten: Neben dem eigentlichen Betrug an einer Münchner Eltern-Kind-Initiative zeigt er menschliche Abgründe, Klassenunterschiede und hinterfragt das bürgerliche Statusdenken mit dem Druck, dazuzugehören. Am Donnerstag, dem 12.07.2018, präsentieren die Filmakademie Baden-Württemberg und Kinokult den 87-minütigen Film um 19.00 Uhr im Ludwigsburger Kino Caligari. Anschließend wird Linda Krämer, Studienleiterin der Filmakademie Baden-Württemberg, mit Regisseur David Spaeth über die Dreharbeiten, aber auch über Spaeths eigene Erfahrungen und Eindrücke sprechen. Denn der Regisseur gehört selbst zu den betrogenen und betroffenen Eltern, aus deren Sicht der Film erzählt wird.

In BETRUG geht es um Bastian, einen arbeitslosen Einzelhandelskaufmann aus Sachsen-Anhalt, der seinen Sohn in einer hippen und zugleich traditionsreichen Elterninitiative mitten in München-Schwabing unterbringen will. Bastian beschließt hochzustapeln. Mit hochgestylter Biografie und einem Inklusionskind wird er aufgenommen.

"Um den Kindergartenplatz zu bekommen, hast du schon ein bisschen geflunkert, hast dann gesagt, hast BWL studiert, kommst aus der Finanzbranche. Weil hier sind ja nur Doktoren und Professoren und Anwälte, da musst du auch was Tolles und Besonderes sein," erklärt Bastian im Interview mit David Spaeth.

Doch was als humorvolle Robin-Hood-Story beginnt, führt Schritt für Schritt in die düsteren Abgründe eines Hochstaplerlebens. Nach und nach verliert Bastian die Kontrolle über seine Täuschungen und rutscht schließlich in die Kriminalität ab. Denn als er sogar zum Finanzvorstand des Kindergartens gewählt wird und feststellt, dass auf dem Konto weit über eine viertel Million Euro schlummert, baut er den anfänglichen Betrug auf abenteuerliche Weise aus. Detailliert durchdacht und skrupellos umgesetzt, inszeniert er exakt den Bastian, der er in seinen kühnsten Träumen ist – den alle sehen wollen, dem alle applaudieren – und niemand schöpft Verdacht, denn wer betrügt schon in einem Kindergarten?!

Neben David Spaeth waren noch eine ganze Reihe weiterer Filmakademie-Alumni für das Gelingen von BETRUG verantwortlich: So kümmerten sich Pascal Schmit und Sebastian Bäumler um die gelungene Bildgestaltung, Bertin Molz und Friedemann von Rechenberg um den guten Ton und Philipp Noll und Axel Huber um die passende Filmmusik. Das zentrale Interview mit dem Hochstapler Bastian führte Thomas Lauterbach.

In der Reihe OPEN HOUSE stellt die Filmakademie in Kooperation mit Kinokult Programmkinos aktuelle Filmproduktionen ihrer Studierenden und Alumni, aber auch aktueller Gastlehrender aus unterschiedlichen Abteilungen vor. Im Anschluss an die öffentlichen Vorführungen besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren.

BETRUG

Buch / Regie: David Spaeth
Kamera: Christian Rein, Pascal Schmit, Sebastian Bäumler, Christian Stangassinger
Ton: Bertin Molz, Clemens Becker, Friedemann von Rechenberg
Szenenbild: Christian Kettler
Montage: Georg M. Fischer
Tonbearbeitung: Bewegte Bilder
Musik: Philipp Noll, Axel Huber
Produzent: Christian Drewing
Produktionsleitung: Helene Friedl
Produktion: Eikon Media GmbH
Redaktion: Kai Henkel
Koproduktion: SWR, Südwestdeutscher Rundfunk
Gefördert mit den Mitteln von FFF Bayern, MFG Baden-Württemberg

Infos und Trailer: http://www.davidspaeth.de/betrug/

Kartenreservierungen über Kinokult: http://www.kinokult.de/

Infos kurz zusammengefasst: Hier